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Allgemeine Bedingungen für die Zulassung von gebrauchten Fahrzeugen im Hafen von Antwerpen (Antwerp Euro Terminal, AET), in Kraft seit Juli 2005

 

A- Anlieferung beim Quai 1333

* Die Anlieferungen sind von Montag bis Freitag erlaubt (6:00 Uhr bis 20:00 Uhr).

 

B- BEAT SUTER AG - Etikette

* PKW und Lieferwagen: Die Etikette muss auf das linke, hintere Fenster (Fenster hinter dem Fahrersitz) geklebt werden.

* Grosse Lieferwagen, LKW’s, Reisebusse, schwere rollende Fahrzeuge, etc.: Die Etikette muss auf das linke hintere Fenster geklebt werden.Falls es nicht möglich ist, dann kleben Sie die Etikette auf die rechte Seite der Windschutzscheibe.

 

C- Gewicht

C 1- Obligatorische Gewichtskontrolle


* ALLE GEBRAUCHTEN REISEBUSSE ODER SCHWERE ROLLENDE FAHRZEUGE (LKW'S, BUSSE, TRAKTOREN,STRASSENKONSTRUKTIONSGERÄTE…) MÜSSEN GEWOGEN WERDEN.

* Alle Fahrzeuge, welche unter den Genannten kategorisiert sind, müssen vor der Anlieferung in AET gewogen werden.Die Kosten für das Wiegen gehen zulasten des Exporteurs.

* AET muss in der Lage sein, das maximal zugelassene Gewicht auf dem Fahrzeugausweis zu prüfen.Wenn das zugelassene Gewicht im Fahrzeugausweis fehlt, unlesbar oder abgedeckt ist, wird vom Exporteur ein Zertifikat des Herstellers verlangt, dass das zulässige Gewicht ausweist.

 

C 2- Überladene Fahrzeuge

* Falls das Gewicht, das von AET gewogen wird, die maximal zulässige Last übersteigt, wird das Fahrzeug für die Verschiffung zurückgewiesen und der Zutritt zum AET verweigert

* Die Kosten für das Wiegen und/oder zusätzliche administrative Kosten, die in diesem jeweiligen Hafen anwendbar sind, gehen zulasten des Exporteurs.

* Der Terminaloperator ist autorisiert, JEDES ANDERE Fahrzeug (Auto, Bus) außer denen, die bereits oben erwähnt wurden, auszuwählen, wenn eine mögliche Überladung vermutet wird. Falls, die Überlastung des Fahrzeuges nachweisbar ist, wird das Fahrzeug während der Korrektur oder der Rücknahme des Exporteurs, IN WARTUNG versetzt. Zusätzlich zu den gesamten Kosten für das Übertragen des Wagens auf die Wiegebrücke, das Wiegen und die Pendelfahrt durch die Lagerhalle und zurück zur AET und/oder jede Administrationsgebühren werden vom Exporteur selbst übernommen

 

D- Technische Aspekte

D 1- Mechanische Defekte, die keine normale und sichere Handhabung während der Beladung/Entladung ermöglichen


* Die gelieferten Fahrzeuge müssen in der Lage sein, sicher an Bord gefahren oder geschleppt zu werden.
* Fahrzeuge mit ernsten mechanischen Defekten wie GEBROCHENE ACHSEN, STEUERMECHANISMUS, GEBROCHENE KUPPLUNG, KEINE BREMSEN, ÖL-VERLUST, SCHWER VERUNFALLT, KAPUTTES GETRIEBE (Vorwärts + Leergang müssen absolut funktionsfähig sein) werden vom Quai und für die Verladung zurückgewiesen

 

D 2- Anhängerkuppel/ Schleppenauge

* Prinzipiell sollten alle Fahrzeuge mit Schleppenaugen im Vorderteil des Fahrzeuges ausgerüstet werden.
* Falls die Fahrzeuge mit einem abnehmbaren Schleppenauge ausgerüstet sind, sollten solche Fahrzeuge mit einem passenden VORDEREN SCHLEPPENAUGE geliefert werden.
* Falls das Fahrzeug während der Handlung nicht startet, ist dieses SCHLEPPENAUGE das einzige Mittel, das Fahrzeug sicher an Bord zu schleppen

 

D 3- Motorhaube - Kofferraum

* Müssen ständig zugänglich sein und unter keinen Umständen ist es erlaubt, Fahrzeuge zu verschweißen, dauerhaft zu verdichten oder  zu verschließen.
* Der Exporteur hat die Möglichkeit, den Kofferraum mit einem Schlüsselschloss, Riemen oder Kettenschloss zu sperren.
* Im Falle einer Unregelmäßigkeit muss die Fahrgestell-Nummer für die Überprüfung zugänglich sein.
* Im Falle eines Feuers müssen Motor und die übrigen Zugänge für das Löschen zugänglich sein.

 

D 4- Batterie

* Alle Fahrzeuge dürfen nur mit einer vorhandenen Batterie angeliefert werden.
* Die  Batterie muss ständig zugänglich sein, um den Motor anzuspringen, wenn es benötigt wird

 

D 5- Sitze und Türen

* Alle Türen müssen ständig entriegelt sein.
* Keine Ladung oder persönlichen Effekte dürfen auf dem Fahrer- und vorderen Passagiersitz verstaut werden, da die zwei als Hauptnotausgänge gelten, falls Probleme auftreten.

 

D 6- Fenster

* Die Fenster der Fahrzeuge müssen ständig geschlossen sein.
* Die Frontscheibe und beiden Seitenfenster der Vorderseite müssen eine vollkommene Sicht garantieren.
* Bei fehlenden Fenstern muss eine transparente Plastikabdeckung in die Lücke gepasst werden, um das Eindringen von Regen  zu vermeiden.

 

D 7- Reifen

* Alle Fahrzeuge müssen mit strassentauglichen Reifen geliefert werden.

* Fahrzeugen mit PLATTEN oder schwer beschädigten Reifen wird der Zugang zum AET nicht erlaubt.

* Falls die platten Reifen erst nach der Anlieferung festgestellt werden, müssen diese vor der Ladung repariert werden, um die Sicherheitsregeln während des Manövrierens solcher Fahrzeuge zu gewährleisten. Für Unterstützung kann man sich an AET wenden, die diese Dienstleistungen  in jedem Hafen zur Verfügen stellen.

D 8- Zündungsschalter - elektronische Vorrichtungen, die Energie verbrauchen

* Zündung und Stromversorgung müssen ständig ausser Betrieb sein, sobald sich das Fahrzeug im Parkzustand befindet.

* Alle weiteren elektronischen Vorrichtungen, die Energie für Licht, Radio oder CD-Spieler verbrauchen, müssen außer Kraft gesetzt werden, wenn sich das Fahrzeug im Parkzustand befindet.

               

D 9- Nicht startende Fahrzeuge

* Es ist verboten, nicht selbstfahrende Fahrzeuge durch andere Mittel als diejenigen von der AET zur Verfügung  gestellten zu entladen. Vor der Entladung des betroffenen Fahrzeuges muss eine Unterstützung von der AET verlangt werden, die wiederum die korrekte Arbeit mit den benötigten Ausrüstungen für solche Fahrzeuge durchführen wird. Das nicht Beachten dieser Regel wird unverzüglich dem Exporteur gemeldet.

* Alle Kosten im Zusammenhang mit der Anlieferung von nicht selbstfahrenden Fahrzeugen gehen zulasten des  Exporteurs.

 

D 10- Grosse Busse - hohe / schwere rollende Fahrzeuge

* Alle Fahrzeuge + 3.5 Tonnen (LKWs, Busse, Traktoren, Strassenbaumaschinen) müssen selbstfahrend und in der Lage sein, aus eigenen Kräften in den Terminal zu gelangen. Vorwärts- und Rückwärtsgänge müssen funktionieren. Wenn nicht, werden sie von der AET abgewiesen.

* Fahrzeuge, die eine spezifische Fahrinstruktion benötigen, sollten bei der Anlieferung an die AET eine klare Anweisung in der Fahrerkabine haben.

* Alle angelieferten Traktor / Anhängerkombinationen müssen ein fünftes Rad und eine Spreizung des Achsschenkelbolzens in einem guten Arbeitszustand haben.

* Alle Luftverkehrslinienanschlüsse der Anhänger müssen in  gutem Zustand sein.

* Jeder Traktor muss in der Lage sein, Anhänger, in und aus dem seegehenden Schiff zu ziehen oder heraus zu stoßen, wenn nicht, werden sie abgehängt; die zusätzlichen Ladekosten gehen zulasten des Exporteurs.

D 11- Tankfahrzeuge / lose Tankwagen

* TANKS MUESSEN KOMPLETT LEER UND GASFREI SEIN.

* ZERTIFIKATE müssen durch eine kompetente Reinigungsfirma erstellt und dem Antwerpen Euroterminal bei Anlieferung vorgelegt werden.

 

E- Fahrzeuge beladen mit persönliche Effekten

Ladungen und oder persönliche Effekten, die sich im hinteren Teil (Rücksitze) des Fahrzeuges befinden, müssen korrekt fixiert und verstaut sein, um eventuelle Gefahren während der Beladung/ Entladung zu vermeiden.

 

E 1- Gefährliche Güter sind verboten

Es ist streng verboten, jedwelche gefährlichen Güter zu laden wie zum Beispiel:
-komprimierte Gase (tiefgefroren, feuergefährlich, nicht brennbar, giftig) wie zum Beispiel Butan, flüssiger Sauerstoff, Stickstoff, komprimitierte Gaszylinder, Sauerstoffflaschen für Taucher
-Ätzmittel wie Säuren, Alkalien, Quecksilber und nasse Zellbatterien
-Feuergefährliche Munition, Handfeuerwaffen, Pistolekappen, Feuerwerk und Zünder
-Feuergefährliche Flüssigkeiten und Körper wie leichte wiederfüllbare Kraftstoffe, Zunder, Farben, Verdünner, Feuerzünder
- Radioaktives Material
- Oxidierendes Material wie Bleichepulver, Hyperoxide
- Gifte und Infektionssubstanzen wie Insektizide, Unkrautvernichtungsmittel und Lebendvirusmaterial
- Andere gefährliche Artikel wie magnetisiertes Material, aggressives oder irritierendes Material.

* Solche nicht deklarierte Güter stehen in Widerspruch zum Internationaler Kodex über Gefahrgut auf Hohersee  (IMDG- International Maritime Dangerous goods) für den  Seetransport  von gefährlichen Gütern.
Der Reederei wird Zufallsinspektionen organisieren; im Fall von  Widerhandlungen werden hohe finanzielle Strafen verhängt, wenn ein Fahrzeug bereits an Bord des Schiffes ist oder eine Nichtannahme des Fahrzeuges, sofern es noch am Terminal ist.

 

E 2 – Laden und Aufladen der persönlichen Effekten

Wenn die Fahrzeuge auf dem Terminal gelagert sind, kann kein unbefugtes Personal mehr Güter in oder von dem Fahrzeug nehmen.

Diese Maßnahme wurde ergriffen, um die Sicherheit zu erhöhen und die Richtlinien der Internationalen Schiff- und Hafenbehörde (ISPS) und die Bestimmungen der Antwerpen Hafenarbeitsbestimmungen zu erfüllen.
Eine benötigte Intervention ist entweder mit dem Antwerpen Euro Terminal zu vereinbaren – Kosten zulasten des Auftraggebers oder das in Frage stehende Fahrzeug muss vom Terminal zurückgerufen werden.

 

F- Parkplatzkosten

Der Expediteur muss die Parkplatzkosten zahlen, wenn das Fahrzeug über die kostenlos Periode von 42 Tage auf dem Quai bleibt.

 

G-Militärfahrzeuge

Der Reederei verschifft keine Fahrzeuge mit Militärfarbe (zum Beispiel Sand- oder Tarnungsfarbe) oder Militärkennzeichen.

 

H-VIP Service

VIP- Service kann nur für PKW oder Lieferwagen beantragt werden, welche
* allen Bedingungen der Gruppen-Ladungsmodalitäten entsprechen
* selbstangetrieben und in der normalen Fahrerbedingungen stehen
* keine Karosserie- oder Steuerungsschäden aufweisen
* leer/frei von irgendwelchen persönlichen Effekten (kein Auffüllen irgendwelcher Waren erlaubt in den VIP-Fahrzeugen!)

 

Im Falle eines Schadenanspruches setzen Sie sich sofort mit uns in Verbindung! Sie müssen einen Rapport, der vom Agenten von Reederei im Hafen des Bestimmungsortes erstellt werden muss und eine Schätzung der Reparaturkosten des Schadens so bald wie möglich schicken.